Erste Bank stuft Gericom herab
Die Erste Bank streicht die Gewinnerwartungen für Aktien des Linzer Laptop-Herstellers Gericom nach dessen Gewinnwarnung am vergangenen Freitag deutlich zusammen und erneuert ihre Anlageempfehlung "Reduce".
Ebenso zurückhaltend äußert sich Erste-Analystin Brigitte Kellerer-Wendelin zu den angegebenen Zielen für die neue TV-Produktion. Gericom will so die Gewinnspanne wieder auf fünf Prozent hieven. "Sehr ambitioniert, aber zu optimistisch", heißt es in einer am Dienstag vorgelegten Analyse.
Abwärtspotenzial beträgt 18 Prozent
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Erste Bank einen
Gewinn je Aktie von 0,62 [bisher: 0,92] Euro, für 2004 von 0,89
[1,13] Euro. Im Jahr 2005 wird laut den Berechnungen dann ein Gewinn
von 1,01 [1,22] Euro anfallen. Das angegebene Kursziel von 7,50 Euro
ergibt ein rechnerisches Abwärtspotenzial für die an der Frankfurter
Börse notierten Aktien von 18 Prozent.
GericomGeschätzter Umsatz gekürzt
Der geschätzte Umsatz wurde auf 490 Mio. Euro gekürzt - und damit sogar unter die von Gericom angepeilten 500 Mio. Euro. Angesichts des hohen Preisdrucks der Hauptabnehmer im zweiten Halbjahr wurde auch die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf 1,9 Prozent nach unten geschraubt. In den kommenden Monaten müsse das Unternehmen um seine aktuelle Marktposition kämpfen, so Kellerer-Wendelin weiter.
Bereits am Montag hatten österreichische Analystenkollegen auf die erneute Gericom-Gewinnwarnung reagiert. Die Raiffeisen Centrobank empfiehlt die Aktie demnach nur noch mit "untergewichten", die Bank Austria Creditanstalt rät zum Halten.
Gericom von BA-CA und RCB herabgestuft
