Rapper uneinig über Tauschbörsen
Nach Superstars wie Madonna, Eminem oder Metallica reiht sich nun auch Rapper LL Cool J in die Riege der Tauschbörsen-Gegner.
In einer Anhörung vor dem US-Senat erklärte LL, er befürworte die Anstrengungen der Musikindustrie, das illegale Downloaden von Musik gerichtlich zu verfolgen.
Das Hearing wurde von Senator Norm Coleman einberufen, um zu klären, ob die Taktiken der Recording Industry Association of America [RIAA] zu weit gehen.
"Als ehemaliger Staatsanwalt beunruhigt mich die Tatsache, dass die Musikindustrie das Gesetz dazu verwendet, die Nutzer zu bedrohen und zur Aufgabe zu zwingen," so Coleman.
LL: "Fair pay for fair work"
"Wenn ein Unternehmer ein Gebäude errichtet, sollte es dann
erlaubt sein, kostenlos in das Gebäude einzuziehen?" so LL Cool J.
"So fühle ich mich, wenn ich ein Album fertiggestellt habe und die
Leute es dann gratis aus dem Netz laden. Jeder sollte für seine
Arbeit doch angemessen bezahlt werden."
Filesharing als Gefahr oder Promotion-ToolChuck D
Kollege Chuck D, Rap-Altmeister der Formation "Public Enemy", sieht die Sache etwas anders. Er hat der Ansicht, die LL Cool J vertritt, vor dem Senat widersprochen.
"Peer-to-peer-Netze bedeuten für mich Macht für jeden da draussen," so Chuck D. "Ich vertraue diesen Leuten mehr, als jenen, die bei den Plattenlabels an der Macht sind."
"Tauschbörsen erweitern das Künstlerdasein und es sollte hier nur um entsprechende Anpassungen gehen."
"LL ist ein wahrhafter Amerikaner, doch wenn man einzig und allein den US-Gemütszustand vertritt, wird man zunehmend zum kleineren Teil der Welt," fügte Chuck später hinzu.
Chuck hat das Internet schon 2000 die "größte Sensation seit den Beatles, Disco und Rap" genannt und freie Tauschbörsen wie [damals] Napster befürwortet. Sie würden den Künstlern helfen, "dumme und gierige Plattenlabel" zu umgehen.
Chuck D lobt Napster über den grünen Klee
