Ein neues Handy vom Notebook-Primus
Der taiwanesische Auftragsfertiger Quanta Computer will noch in diesem Monat mit einem eigenen Handy auf den Markt kommen.
Ein GPRS-Handset der Marke "Giya G369" soll in Taiwan um einen Wiederverkaufspreis von 10.900 Neue Taiwan Dollar [rund 276 Euro] angeboten werden. Sein vorläufig letztes Giya-Modell hat Quanta vor mehr als einem Jahr herausgebracht.
Quanta ist vor allem Auftragsfertiger und dabei im Mobilfunkbereich unter anderem für Panasonic Mobile Communications und T-Mobile International tätig. Der Konzern arbeitet auch mit der chinesischen Konka zusammen und überlegt Label-Vereinbarungen mit Legend, dem größten PC-Produzenten im Reich der Mitte, der darüber hinaus auch im Handygeschäft tätig ist.
Q2 2003: Quanta steigert GewinnHandys vor allem für Panasonic
Quantas neues Handy verfügt über ein TFT-Display mit 65.000 Farben und ist mit 40 polyphonen Klingeltönen ausgestattet. Sein erstes Handy unter eigener Marke hat der taiwanesische Produzent im Oktober 2000 auf den Markt gebracht und seitdem sechs Geräte der Giya-Serie produziert.
Seit dem Beginn des vergangenen Jahres dürfte Quanta allerdings mit Auftragsproduktionen derart ausgelastet gewesen sein, dass die Entwicklung der eigenen Marke vernachlässigt wurde.
Nach Schätzungen taiwanesischer Handykomponenten-Hersteller dürfte Quanta im Schlussquartal dieses Jahres insgesamt drei Mio. Handys ausliefern, über fünf Millionen sollen es im ersten Halbjahr des kommenden Jahres sein. Verantwortlich dafür sind vor allem gestiegene Auftragseingänge durch Panasonic.
Insgesamt ist das Handygeschäft für Quanta freilich eher ein Randbereich, hier erwirtschaftet der Konzern zehn Prozent seiner Umsätze. Den Großteil seines Geschäftes macht Quanta als Auftragsfertiger von Notebooks und gilt dabei mit einem Marktanteil von 22 Prozent als weltweiter Marktführer.
