Australische Piraten bekennen sich schuldig
Drei Studenten, die im Mittelpunkt von Australiens erster Anklage wegen Internet-Piraterie stehen, bekennen sich schuldig.
Peter Tran, Tommy Le und Charles Ng haben nach Angaben der Musikindustrie einen Schaden von rund 60 Mio. australischen Dollar [ca. 35 Mio. Euro] verursacht, die Strafe könnte dennoch gering ausfallen. Sie sollen einen Deal mit dem Staatsanwalt ausgehandelt haben, der ihnen im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis ein nachsichtiges Urteil in Aussicht stellt.
Um das zu verhindern, versuchte Michael Speck, Sprecher der "Music Industry Piracy Investigations Agency" [MIPI], dem Staatsanwalt ein fehlerhaftes Verfahren vorzuwerfen. Das wurde jedoch vom Richter abgeblockt; für eine Organisation wie die MIPI sei es unangebracht, in eine Aburteilung einzugreifen.
Die drei Studenten hatten ein illegales Download-Service nach dem Vorbild von Napster aufgezogen. Auf der Website, die über sieben Mio. Zugriffe verzeichnete, waren 390 CDs und über 1.800 Musiktitel zu finden.
Website australischer Piraten geschlossenAuch der Forderung nach Rückvergütung der Ermittlungskosten von MIPI, einer Tochter der Australian Recording Industry Association, wurde nicht nachgegeben.
