Firmennetze vermehrt unter Beschuss
Einen starken Anstieg gezielter Computer-Attacken auf Unternehmensnetzwerke aus dem Internet ortet der Anti-Viren-Softwarehersteller Symantec.
In seinem jüngst veröffentlichten "Internet Security Threat Report" berichtet das kalifornische Unternehmen, dass die von ihm betreuten Unternehmen pro Woche im ersten Halbjahr 2003 bereits 38 Mal angegriffen wurden.
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren die beobachteten Firmen 32 Angriffen pro Woche ausgesetzt gewesen.
Die Schwere der Angriffe hat dagegen abgenommen. Laut Symantec haben nur elf Prozent der beobachteten Unternehmen einen ernsthaften Angriff registriert.
Darunter war eine Attacke, die eine unmittelbare Existenzbedrohung für die betroffene Firma dargestellt hat. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte noch mehr als ein Fünftel der Unternehmen von ernsthaften Attacken berichtet. Symantec führt den Rückgang vor allem auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen seiner Kunden zurück.
SymantecUSA führt als Ursprungsland
Cyber-Terrorismus als Ursache für die Sicherheitsattacken wird von Symantec ausgeschlossen. Rund 80 Prozent der Angriffe hatten ihren Ursprung in zehn Ländern, allesamt entwickelte Industriestaaten, wobei die USA mit 51 Prozent bei weitem führten.
Neben den gezielten Attacken haben im ersten Halbjahr auch die "blended threats" - automatische Programme, die via E-Mail verbreitet werden und Schwachstellen ausnutzen - um 20 Prozent zugenommen. Diese Angriffe stellen mit 78 Prozent das Gros der IT-Attacken.
Das Profil der Attacken habe sich dabei geändert, so sei nunmehr vor allem der Zugang zu Daten im Visier der Angreifer.
In der Symantec-Übersicht ist der im August aufgetauchte "Blaster"-Wurm noch nicht enthalten.
