Gericht lässt Klagen gegen IBM zu
Zwei ehemalige Mitarbeiter von IBM haben vor einem kalifornischen Gericht erfolgreich Klage gegen den Computerkonzern wegen des wissentlichen Einsatzes Krebs erregender Chemikalien eingereicht.
Ein Bezirksgericht in Santa Clara habe zwei von insgesamt vier Klagen stattgegeben, berichtete die "San Jose Mercury News" in ihrer Online-Ausgabe.
Die Kläger werfen IBM vor, schuld an ihren Krebserkrankungen zu sein. IBM soll wissentlich seine Mitarbeiter in den Reinräumen seiner Chip-Fabrik in San Jose Krebs erregenden Stoffen wie Arsen, Nickel und Methylen ausgesetzt haben. Beide Kläger hatten bei IBM Festplattenlaufwerke beschichtet und Computer-Chips hergestellt.
Mittlerweile sind beide an Krebs erkrankt. Für einen Erfolg der Klage müssten sie dem Unternehmen nachweisen, dass es von der Gesundheitsgefährdung gewusst und sie seinen Mitarbeitern bewusst verheimlicht hat.
IBMVorwürfe zurückgewiesen
IBM weist die Vorwürfe zurück. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass IBM Kenntnis darüber hatte, dass die Kläger unter chemischen Vergiftungen litten, so ein IBM-Anwalt. Insgesamt klagen 250 ehemalige Angestellte gegen den Konzern.
