01.10.2003

VORWURF

Gericht lässt Klagen gegen IBM zu

Zwei ehemalige Mitarbeiter von IBM haben vor einem kalifornischen Gericht erfolgreich Klage gegen den Computerkonzern wegen des wissentlichen Einsatzes Krebs erregender Chemikalien eingereicht.

Ein Bezirksgericht in Santa Clara habe zwei von insgesamt vier Klagen stattgegeben, berichtete die "San Jose Mercury News" in ihrer Online-Ausgabe.

Die Kläger werfen IBM vor, schuld an ihren Krebserkrankungen zu sein. IBM soll wissentlich seine Mitarbeiter in den Reinräumen seiner Chip-Fabrik in San Jose Krebs erregenden Stoffen wie Arsen, Nickel und Methylen ausgesetzt haben. Beide Kläger hatten bei IBM Festplattenlaufwerke beschichtet und Computer-Chips hergestellt.

Vorwürfe zurückgewiesen

IBM weist die Vorwürfe zurück. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass IBM Kenntnis darüber hatte, dass die Kläger unter chemischen Vergiftungen litten, so ein IBM-Anwalt. Insgesamt klagen 250 ehemalige Angestellte gegen den Konzern.