Musikumsatz erneut gesunken
Die weltweit verbreitete Musikpiraterie hat der internationalen Musikbranche im ersten Halbjahr 2003 einmal mehr die Bilanzen verhagelt.
Die Branche hofft aber, den negativen Trend durch den Ausbau von Verkaufskanälen im Internet bremsen zu können.
Der Umsatz auf dem Tonträgermarkt sei in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit um 10,9 Prozent auf 12,7 Milliarden USD [rund 10,9 Mrd. Euro] gesunken, wie der Musikindustrieverband International Federation of the Phonographic Industry [IFPI] mitteilte.
Absatz in Österreich gestiegen
Bereits Mitte August hatten die deutschen Phonoverbände
mitgeteilt, dass der Musikträgerabsatz in Deutschland von Jänner bis
Juli um 16,3 Prozent eingebrochen sei. In Österreich, Finnland und
Russland stiegen die Absatzzahlen dagegen.
Musikbranche mit Umsätzen wie 1990"Haben das Schlimmste hinter uns"
Verantwortlich für den erneuten Einbruch seien vor allem illegale Internet-Musiktauschbörsen und das weit verbreitete Brennen privater CDs.
Auf den weltweit größten Märkten - USA, Japan, Frankreich und Deutschland - sei der Einbruch am stärksten gewesen, hieß es weiter.
Trotz des schlechten Ergebnisses zeigte sich IFPI-Präsident Jay Berman verhalten optimistisch: "Wir haben das Schlimmste hinter uns, und wir haben ausreichend positive Signale für die Zukunft von Online-Verkaufsmodellen."
Der Verband rechnet demnach mit einem besseren zweiten Halbjahr und hofft, das Umsatzminus im Gesamtjahr auf sieben bis acht Prozent zu drücken.
