IBM mit neuen Nanotech-Chips

prozessoren
03.05.2007

Selbstorganisation und Vakuum-Isolation

Der US-Konzern IBM hat ein nanotechnisches Verfahren zur Produktion von Mikrochips vorgestellt, mit dem bis zu fünf Mal feinere Strukturen geschaffen werden können als mit herkömmlichen lithografischen Methoden.

Auf diese Weise produzierte Chips sollen bis zu 35 Prozent schneller rechnen können und dabei 15 Prozent weniger Energie verbrauchen als die derzeit fortgeschrittensten Prozessoren herkömmlicher Bauart.

Wie Schneeflocken

Die Forscher des Konzerns haben sich aus der Natur Selbstorganisationsprozesse abgeschaut, wie sie in der Strukturbildung bei Schneeflocken und Muscheln vorkommen. Diese Prozesse nutzen sie dazu aus, um Vakuumbläschen zu generieren, die die feinen Leiterbahnen in den Chips gegeneinander isolieren.

Die Vakuum-Isolation ist, laut Angaben von IBM, wesentlich effizienter als die bisher eingesetzten Isolationstechniken und ermöglicht kleinere Strukturen als diese.

IBM setzt die neue Technologie bereits in seiner Fabrik in East Fishkill ein. Sie soll bis 2009 in allen IBM-Fabriken implementiert werden. Die damit hergestellten Chips will der Konzern erst in seinen eigenen Server-Produkten verbauen.