Kritik an Nigerias "Prestige-Satelliten"
Nigeria hat als dritter afrikanischer Staat einen Satelliten ins All geschickt. Der Satellit sei mit 24-stündiger Verspätung am Samstag mit einer russischen Trägerrakete von der russischen Station Plessezk aus gestartet.
Die Bodenkontrollstation befindet sich in der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Der Satellit ist Teil eines Kontrollsystems, das vor Naturkatastrophen warnen soll.
In dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas gab es zuvor heftige Kritik an dem etwa 13 Millionen USD [11,33 Millionen Euro] teuren Projekt.
So lange etwa 80 Millionen der 126 Millionen Einwohner unterhalb der Armutsgrenze lebten, sei ein eigener Satellit ein reines Prestigeobjekt, urteilten zahlreiche Leserbriefschreiber in einer "BBC"-Umfrage.
Hochwasservorhersage mit Satellitendaten
