Hausarrest für "Hulk"-Piraterie
In New York ist jener Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, der zugegeben hat den Action-Film "Hulk" vor dem Kinostart unerlaubt kopiert und ins Internet gestellt hatte.
Der zur Tatzeit 25-jährige Kerry Gonzalez wurde nach Angaben der Universal Studios zu sechsmonatigem Hausarrest und einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zusätzlich zu einer Geldstrafe von 2000 USD [1800 Euro] müsse er 5000 USD Wiedergutmachung an Universal zahlen.
"Dieser Ausgang sendet eine starke Botschaft an jeden, der geistiges Eigentum stiehlt oder missbraucht, indem er es ins Internet stellt oder es herunterlädt", hieß es in einer Mitteilung von Universals Mutterkonzern Vivendi Universal Entertainment.
Gonzalez hatte die Tat Ende Juni gestanden und vor Gericht auch die Urheberrechtsverletzung eingestanden.
Mann gibt "Hulk"-Piraterie zuZwei Wochen vor Kino-Start im Netz
Auch die US-Filmindustrie begrüßte das Urteil: Es mache "klar, dass es ernste und dauerhafte Konsequenzen für diejenigen gibt, die Filme stehlen", hieß es in einer Mitteilung der Motion Picture Association of America.
Die "Hulk"-Kopie war gut zwei Wochen vor dem US-Kinostart im Internet aufgetaucht. Der Klageschrift zufolge hatte Universal eine Arbeitskopie der Comicverfilmung an eine Werbeagentur in New York gegeben.
Diese qualitativ etwas schlechtere Kopie wurde gegen unerlaubtes Kopieren geschützt und so markiert, dass weitere Kopien aufgespürt werden konnten. Trotz eines Kopier-Verbots lieh ein Angestellter der Werbeagentur demnach den Film einem Freund, der ihn an Gonzalez weitergab. Dieser machte eine Kopie des Film, die er dann auf einer Website veröffentlichte.
