EL Kaida im Internet-Cafe verhaftet
Agenten des pakistanischen Geheimdienstes haben am Donnerstag zwei mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder in Peschawar verhaftet, interessanterweise in einem Internet-Cafe.
Laut AP hatten die Agenten einen Tipp bekommen, dass einer der beiden Verdächtigen, ein Jemenite, aus dem neu eröffneten "City Net Cafe" Mails an Führungskräfte von El Kaida verschicke.
Nach zwei Tagen Beobachtung wurden die beiden Männer von als Usern getarnten Agenten im Internet-Cafe verhaftet. Das nur rund 50 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernte Peschawar gilt als Kommunikationszentrale von El Kaida.
Das "City Net Cafe" in Peschawar mit seinen etwa 20 Rechnern ist relativ neu und deshalb in den meisten Listen noch nicht enthalten.
Laut dieser Listes ist die Adresse "Ramdas Chowk, Jalal Building"Tipp auf die NSA
Woher der Tipp gekommen war, wurde zwar nicht bekannt gegeben. Da aber praktisch alle Internet-Verbindungen in dieser Weltgegend über 64-KBit-Satelliten-Uplinks funktionieren, die für das ECHELON-System relativ einfach zu überwachen sind, liegt ein Tipp auf die National Security Agency [NSA] als Tippgeber nahe.
Im Oktober 2001 wurde ein britischer Moslem verhaftet, der Kommuniques des El-Kaida-Mitglieds Mohammed Atef via Mail und WWW weiterverbreitet hatte.
Die Kommuniques hatten ihren Ursprung in einem Internet-Cafe in Peshawar.
