54 Lucent-Aktionäre erhalten 568 Mio. USD
Ein US-Gericht hat einem Vergleich zwischen Lucent Technologies und seinen Aktionären vorläufig zugestimmt.
Wie das Unternehmen mitteilte, haben die Kläger bis zum 31. März Zeit, ihre Ansprüche auf einen Teil der Vergleichssumme von 568 Mio. USD [495 Mio. Euro] geltend zu machen.
Insgesamt hatten 54 Aktionäre Lucent vorgeworfen, sein Wachstum während des Telekom-Booms durch Finanzbetrug manipuliert zu haben.
Nach Einschätzung des "Wall Street Journal" hat die Einigung Lucent vor dem Konkurs bewahrt, weil das Unternehmen einen Prozess sicher verloren hätte.
Lucent hatte im zweiten Quartal wegen der Klage außerordentliche Posten von 415 Mio. USD ausgewiesen.
Lucent-Bilanz bleibt negativUnternehmen dementiert Fehlverhalten
Lucent hatte sich schon am 27. März mit den Aktionären geeinigt, wobei das Unternehmen ein Fehlverhalten dementierte.
Demnach muss Lucent den Aktionären 315 Mio. USD in bar und in Aktien zahlen. Weitere 100 Mio. USD werden in Warrants gezahlt.
Fünf Mio. USD müssen für administrative Kosten im Zusammenhang mit den Klagen aufgebracht werden. Die Versicherungen von Lucent haben sich bereit erklärt, 148 Mio. USD zu zahlen.
