23.09.2003

USA

Hurrikan "Isabel" verschiebt Visaregelung

Der Einführungstermin für die neuen Bestimmungen für USA-Visa dürfte sich, wie bereits berichtet, um ein Jahr auf Oktober 2004 verschieben.

Ein dementsprechender Entschluss in Washington sei "wahrscheinlich", meinte Charisse M. S. Phillips von der amerikanischen Botschaft am Dienstag in Wien, fix sei das allerdings nicht.

Offizieller Grund für die Verzögerung: Durch den Hurrikan "Isabel" ginge derzeit alles etwas langsamer. Hintergrund für den neuen Termin dürften allerdings Beschwerden befreundeter Staaten sein, die bei der Ausgabe der neuen Pässe hinterherhinken.

Bisher war vorgesehen, dass alle Staatsbürger der 27 am "Visa Waiver Program" teilnehmenden Länder - darunter Österreich - vom 1. Oktober 2003 an einen maschinenlesbaren Reisepass mitführen müssen.

Nur noch EU-Pässe gültig

Für österreichische Staatsangehörige sollte ab dann nur noch der bordeauxfarbene EU-Pass bzw. ein Visum zulässig sein. Ältere, nicht maschinell lesbare Pässe, Kinderausweise und Kindereinträge im Pass der Eltern sollten für den Grenzübertritt in die Vereinigten Staaten ohne Visum nicht mehr akzeptiert werden.

Ab dem Tag gilt auch, dass alle von den am "Visa Waiver Program" teilnehmenden Ländern ausgestellten Pässe mit einem biometrischen Erkennungsmerkmal versehen sein müssen. Die Mitgliedsländer einigten sich auf ein digitales Foto.

Pässe, die bis einen Tag vor dem Stichtag ausgestellt wurden und noch nicht über dieses Sichermeistmerkmal verfügen, sind für die Einreise in die USA weitere zehn Jahre gültig.