Schlangenroboter soll Überlebende finden
Japanische Wissenschafter haben schlangenartige Roboter entwickelt, die nach Erdbeben unter Trümmern eingeschlossene Überlebende aufspüren können.
Die Roboter könnten sich auch in engen Durchgängen fortbewegen und verringerten durch ihre lange, schlanke Bauweise im Gegensatz zu anderen Robotern die Gefahr, die Trümmer zusätzlich zu belasten und zum Einsturz zu bringen, so Professor Fumitoshi Matsuno von der Tokioter Universität für Elektro-Kommunikation.
Der zwei Meter lange Prototyp "Kohga" fährt auf panzer-ähnlichen Ketten, ist mit einer Kamera ausgerüstet und bahnt sich ferngesteuert seinen Weg durch die Ruinen.
Anderes Einsatzgebiet der schlangenartigen Fortbewegung sehen britische Wissenschaftler in der Spionage. Sie haben einen schlangenartigen Roboter für Geheimdienstzwecke entwickelt, der sich zudem auch dann noch bewegen können soll, wenn er teilweise bereits außer Funktion ist.
Selbsthilfe für lernwillige RoboterFür den Transport zerlegbar
Für den Transport zur Unglücksstelle kann Kohga in zehn Teile zerlegt werden. Dies sei besonders wichtig, weil die Zeit nach einem Erdbeben der entscheidende Faktor für das Überleben sei, betonte Matsuno.
Japan liegt in einer besonders erdbebengefährdeten Zone. Immer wieder gibt es verheerende Beben. Zuletzt kamen im Januar 1995 in der Großstadt Kobe mehr als 6.000 Menschen ums Leben. Die meisten erstickten eingeklemmt unter den Trümmern.
