Stellenabbau kostet Motorola Millionen
Auf Handyhersteller Motorola kommen wegen des geplanten Abbaus von 600 Stellen im Werk Flensburg Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe zu.
Vom Land Schleswig-Holstein und vom Bund seien seit 1994 jeweils etwa zehn Millionen Euro Fördermittel an Motorola geflossen, sagte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums. Wenn vereinbarte Arbeitsplatzvorgaben nicht erreicht werden, sei das jeweilige Unternehmen zu anteiligen Rückzahlungen verpflichtet.
"Man kann von einem Drittel ausgehen", sagte der Sprecher zum Umfang der Rückzahlung. Somit müsste Motorola geschätzt rund 3,5 Millionen Euro allein an das Land zurücküberweisen.
Aus Kostengründen will Motorola einen Großteil der Produktion Anfang 2004 nach China verlegen. Danach sollen noch 1.200 Beschäftigte in der Flensburger Fabrik arbeiten.
Motorola streicht 600 deutsche Stellen
