17.09.2003

GADGET MAD

"Reprokoffer" digitalisiert Akten

Das schnelle Digitalisieren von einer Vielzahl an Papierdokumenten etwa bei Rechtsanwälten, Sicherheitsbehörden und Ärzten zur Erstellung eines "elektronischen Aktes" soll ein von einer oberösterreichischen Firma erzeugter "Reprokoffer" ermöglichen.

Die Idee zu der Entwicklung mit der Bezeichnung "reprocase" kam vom Gerichtssachverständigen Kurt Höfler, der sich für seine Arbeit ständig mit dem mühsamen Einscannen von umfangreichen Unterlagen plagen musste.

Deshalb entwickelte er ein in einen Koffer eingebautes, mobil einsetzbares Repro-Gerät mit einer Digitalkamera. Es wurde inzwischen in Europa und in den USA zum Patent angemeldet.

Papierkram

Der Datenträger wird anschließend im Rechner ausgewertet. Dazu wurde die Software "reprosoft" entwickelt, welche die Dokumente automatisch weiterverarbeitet, optimiert, archiviert und für schnelle Recherchen zugänglich macht.

Später soll der Koffer auch über ein eingebautes "Notebook-Board" verfügen, er soll dann die Bilder sofort selbst verarbeiten können.

Das Ergebnis sind zwei Bildreihen: eine in Schwarz-ßAusdrucken und eine in Farbe zur Betrachtung am Monitor.

Höfler nennt als mögliches Einsatzgebiet der Neuentwicklung Rechtsanwälte, die damit bei der Akteneinsicht rasch Repros anfertigen können, und Ärzte, die beispielsweise Fotos der Haut oder der Zähne ihrer Patienten machen und deren elektronischem Akt beilegen können. Außerdem könnten Exekutivbeamte Fotos eines Unfallortes sowie wichtige Dokumente - beispielsweise Fahrtenschreiberscheiben - anfertigen und per Notebook und Handy gleich an die Zentrale senden.