17.09.2003

USA

Nokia macht Motorola Heimatmarkt streitig

Auf dem wichtigen US-Handymarkt liefern einander der finnische Weltmarktführer Nokia und der US-Anbieter Motorola ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach unterschiedlichen Berechnungen verschiedener Marktforscher liegt dabei einmal das eine, einmal das andere Unternehmen voran.

So sieht das Marktforschungsinstitut Gartner Nokia mit einem Marktanteil von 28 Prozent hauchdünn vor dem Rivalen Motorola [27 Prozent]. Strategy Analytics, das andere Erhebungsmethoden verwendet, bezeichnet wiederum den US-Anbieter als Nummer eins.

Motorola in der Defensive

Für beide Unternehmen steht beim Konkurrenzkampf auf dem lukrativen US-Handymarkt viel auf dem Spiel. Nokia ist hier auf Erfolge angewiesen, um seinem selbst gesteckten Ziel, einen globalen Marktanteil von 40 Prozent zu erreichen, näher zu kommen.

Motorola dagegen muss seine Position auf dem Heimmarkt behaupten, um den Rückgang bei den weltweiten Marktanteilen aufzuhalten. Derzeit stammen, so eine Gartner-Studie, 15 Prozent aller weltweit verkauften Handys aus den Produktionshallen des US-Konzerns.

Analysten sehen allerdings zukünftig fast einhellig Nokia im Vorteil, da die Finnen eine größere Anzahl neuer Produkte gebracht habe und das "Handset-Portfolio von Motorola sehr rasch altert", so Chris Ambrosio, Strategieexperte bei Strategy Analystics in Boston.