"Initiative Geistiges Eigentum" gegründet
Die "Initiative Geistiges Eigentum" hat am Dienstag im Zuge ihrer Gründung eine Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für immaterielle Vermögensrechte sowie einen besseren Schutz vor Missbrauch von Innovationen gefordert.
Gleichzeitig wurde zu einem verstärkten Dialog zwischen Vertretern aus Wirtschaft und Recht aufgerufen.
Internationale Rechtsvereinheitlichung, eine klare Gesetzeslage sowie schnelle und effiziente Rechtsdurchsetzung auf dem Gebiet des Immaterialgüterrechts sind die Hauptanliegen der Initiative, die von einer Gruppe österreichischer Unternehmen und Institutionen getragen wird, darunter Siemens, Kapsch, AT&S und Bundesministerium fuer Verkehr, Innovation und Technologie.
Die wirtschaftliche Bedeutung immaterieller Güter - wie etwa Marken-, Urheber- und Patentrechte - sowohl für Unternehmen als auch für Volkswirtschaften ist laut Mitinitiator und Schönherr-Rechtsanwälte-Partner Guido Kucsko unbestritten.
In einer ersten Reaktion begrüßte der Verein zur Förderung Freier Software [FFS] die Gründung der "Initiative Geistiges Eigentum". Nun gebe es endlich einen kompetenten Gesprächspartner für die Anliegen der im Innovationsbereich tätigen Unternehmen.
Verein zur Förderung Freier SoftwareVerbesserter Rechtsschutz gefordert
"Die Innovationskraft ist ein Erfolgsfaktor jedes Unternehmens. Unzureichender Rechtsschutz würde Österreichs Wirtschaft schwer beeinträchtigen", sagte AT&S-Forschungsleiter Günther Leising anlässlich der Gründung der Initiative. Ziel sei es, eine Verbesserung des nationalen wie internationalen Rechtsschutzes auf diesem Gebiet voranzutreiben.
Mit der Gründung der neuen Gesprächsplattform sei ein erster Schritt für eine breite öffentliche Bewusstseinsbildung getan worden, so Kucsko. Der nächste werde im Rahmen eines groß angelegten Symposions zum Thema "Geistiges Eigentum - Innovation und Rechtsschutz" am 17. Oktober 2003 in der Wiener Albertina erfolgen.
Dass der Schutz geistigen Eigentums in Österreich verbesserungswürdig ist, soll auch eine Studie der PR-Consulter Temmel, Seywald und Partner belegen, die im Auftrag der "Initiative Geistiges Eigentum" eine Befragung führender österreichischer Unternehmen zu diesem Thema durchführten. Mängel bei der Umsetzung bestehender Rechtsschutznormen für immaterielle Güter waren die Hauptkritikpunkte der befragten Unternehmen.
Initiative Geistiges Eigentum
