Jockeys streiken für Recht auf Handys
Erstmals in der Geschichte des britischen Pferderennsports hat ein Boykott der Jockeys zu Rennabsagen geführt. Betroffen war am Sonntag das Meeting in Sandown südwestlich von London.
Die Jockeys protestieren gegen einen Beschluss des Jockey Clubs, dem Dachverband des britischen Pferderennsports, der den Reitern untersagt, innerhalb der Kurse Mobiltelefone zu benutzen.
Das Verbot soll verhindern, dass Informationen an Wettende und Buchmacher weitergegeben werden.
Erst vor wenigen Monaten hat ein Jockey vor Gericht gestanden, Insider-Informationen aus dem Wiegeraum mit dem Handy weitergegeben zu haben.
Jockey ClubRecht auf Handys
Der Jockey-Verband, Interessenvertreter der Reiter, argumentiert jedoch, dass seine Mitglieder auf die Handys angewiesen sind, um mit Agenten und Managern ihr Rennprogramm zu gestalten.
In ersten Protestaktionen hatten die Jockeys in den letzten Tagen jeweils das Gelände der Rennkurse verlassen, um Gespräche über Handy zu führen.
Nachdem es in Schlichtungsgesprächen zwischen dem Jockey Club und dem Jockey-Verband zu keiner Einigung gekommen war, entschlossen sich die Reiter zum Boykott. Geplant ist, am kommenden Sonntag drei weitere Meetings zu boykottieren.
