Automatische Animation durch Software
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology [MIT] arbeiten an einer Software, die grob gezeichnete Entwürfe selbstständig animieren können soll.
Die Software, die von Randall Davis und Christine Alvarado am Artificial Intelligence Laboratory des MIT entwickelt wurde, muss dabei verschiedene Anforderungen erfüllen.
Zuerst muss die Intention des Users beim Zeichnen erkannt werden, indem beispielsweise vier wackelige Linien auch als Quadrat mit vier geraden Seiten erkannt wird.
Dann muss die Software den Kontext, in dem die einzelnen Objekte gezeichnet wurden, erkennen. Zwei Kreise unter einer Box auf einem Abhang wollen als eine Art Vehikel auf Rädern erkannt werden. Finalerweise soll die Software die richtigen Animationen setzen können.
Derzeit gebräuchliche Software kann nur die Gestaltung der Skizze erkennen, dass zum Beispiel zwei Linien sich in einem bestimmten Winkel treffen, doch sie nicht in einen Kontext setzen.
MIT Artificial Intelligence LaboratoryAnalyse nach Bayes
Die Software des MIT beobachtet die Entstehung des Bildes während es auf einen Computerschirm aufgezeichnet wird und ordnet Wahrscheinlichkeiten möglicher Interpretation zu.
Jedes zugefügte Detail wird nach Bayes'scher Analyse gewichtet. Diese ist derzeit noch im Entwicklungsstadium, sie erkennt vorerst nur Vierecke. Auch die verschiedenen Varianten, in der ein Bild oder eine Figur gezeichnet werden kann, stellen noch ein Problem dar.
Hat die Software einmal eine Interpretation gefunden, werden schließlich die Gesetze der Physik in der virtuellen Welt angewandt, wodurch gezeichnete Autos auf einer Piste auch nach unten rollen.
