12.09.2003

MOBILE

SMS-Parken hebt in Österreich ab

Immer mehr Gemeinden in Österreich bieten die Möglichkeit, Parkgebühren via Handy zu bezahlen.

Zwei Betreiberfirmen mit unterschiedlichen Systemen teilen sich diesen Markt.

Der Nachteil für die Kunden: Jede Stadt schließt nur mit einem Betreiber ab. Wer viel unterwegs ist, muss in beiden Systemen registriert sein. Beide Modelle funktionieren mit allen Handy-Providern, auch Wertkartentelefone können verwendet werden.

In Wien, Gleisdorf und Stockerau betreibt m-parking das System. Rund 3.000 User sind in der Bundeshauptstadt beim derzeitigen Testlauf registriert, der Start erfolgt am 1. Oktober. Zu diesem Zeitpunkt will auch Mödling die Technologie nutzen, hieß es seitens des Betreibers Siemens.

Parksheriffs kontrollieren mit Handhelds

Als SMS wird die geplante Parkdauer in 30-Minuten-Intervallen gesendet, der User erhält eine Bestätigung. Die "Parksheriffs" sind mit speziellen Handhelds ausgestattet. Wenn sie ein Kfz-Kennzeichen eingeben, erhalten sie sofort eine Bestätigung, ob für den Wagen bezahlt wurde. Im Bedarfsfall können sie gleich via Thermodrucker einen Strafzettel ausstellen.

Bei der Firma Mobile Parking, die in Tulln, Krems, Kitzbühel und Bludenz vertreten ist, erhält man nach der Registrierung einen Aufkleber mit Strichcode zugesandt, der an der Windschutzscheibe angebracht werden muss, erklärte Firmensprecher Roman Swoboda. Die Gebühren können per Überweisung oder Einzugsermächtigung beglichen werden.

Sonderlösungen für mehrere Fahrzeuge

Die Überwachungsorgane können die Strichcodes mit einem entsprechenden Lesegerät an ihrem GPRS-Handy an die Verrechnungszentrale schicken. Sekunden später haben sie eine Bestätigung, ob gezahlt wurde oder nicht.

Beide Unternehmen bieten Sonderlösungen an, falls ein registrierter Kunde verschiedene Handys oder Fahrzeuge benutzt.

Beide Systembetreiber wollen ihre Netze weiter ausbauen. Laut Swoboda von Mobile Parking gibt es konkrete Gespräche mit Gemeinden in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg. Laut einem Siemens-Sprecher werden derzeit Verhandlungen zur Einführung von M-Parking unter anderem mit den meisten Landeshauptstädten geführt.