Deutscher Bundespräsident kritisiert Zensur
Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat am Freitag indirekt die Sperren im Internet und mangelnde Informationsfreiheit in China kritisiert.
Bei seinem einwöchigen Staatsbesuch in der Volksrepublik sagte Rau in einer Rede vor der renommierten Qinghua-Universität in Peking: "Wir sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft nicht auf das kreative Potenzial verzichten kann, das auf Informationsfreiheit angewiesen ist."
"Manche Staaten und Regierungen"
Ohne direkt die chinesische Zensur zu erwähnen, sprach Rau von
"manchen Staaten und Regierungen", die den freien Zugang ihrer
Bürger zu Informationen fürchteten, die das Internet bereitstelle.
Johannes Rau in China"Sie versuchen deshalb, Dämme gegen Informations- und Pressefreiheit zu errichten", sagte Rau. "Wir in Deutschland glauben, dass dieser Versuch angesichts der Fülle der neuen technischen Möglichkeiten zum Scheitern verurteilt ist."
