Mexikaner bald reicher als Gates

"forbes"
12.04.2007

Der mexikanische Telekommunikations-Tycoon Carlos Slim Helu ist nun der zweitreichste Mann der Welt und rückt Bill Gates immer näher.

Slim habe den US-Investor Warren Buffett auf den dritten Platz verdrängt und sei Microsoft-Gründer Gates auf den Fersen, berichtete das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" am Mittwoch auf seiner Website.

700 Mio. Dollar mehr als Buffet

Slim habe Buffett Ende März auf Grund von Kurssteigerungen für die Aktien seines Unternehmens Telmex überholt und verfüge nun über ein Vermögen von 53,1 Milliarden Dollar [rund 39,6 Mrd. Euro], 700 Millionen Dollar mehr als Buffett.

In den vergangenen 14 Monaten habe der 67-Jährige 23 Milliarden Dollar dazugewonnen. Das habe er vor allem der starken mexikanischen Wirtschaft zu verdanken sowie einem um die Hälfte gestiegenen Börsenwert seiner Firma im vergangenen Jahr.

Slim könnte Gates verdrängen

Allein seit der Veröffentlichung des letzten "Forbes"-Rankings der Milliardäre Anfang März häufte Slim dem Bericht zufolge vier Milliarden Dollar an. Der Mexikaner könnte mit seinem rasanten Aufstieg sogar Gates von dessen angestammtem ersten Platz auf der Liste der Superreichen verdrängen.

Gates, der im Jahr 2000 seinen Chefposten bei Microsoft abgab und sich nun seiner Wohltätigkeitsstiftung widmet, besitzt ein Vermögen von 56 Milliarden Dollar.

Kritik an wohltätigen Stiftungen

Laut "Forbes" macht Slims Vermögen etwa sieben Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung Mexikos aus. Anfang des Jahres hatte der Unternehmer Kritik zurückgewiesen, wonach sein Unternehmen ein Monopol sei.

Der Mexikaner kritisierte zudem Gates und Buffett dafür, einen großen Teil ihres Reichtums in wohltätige Stiftungen gesteckt zu haben. "Die Armut wird nicht durch Gaben beseitigt", sagte er laut "Forbes". Das Unternehmertum könne mehr für die Gesellschaft bringen, als "herumzulaufen wie der Weihnachtsmann".

Slims Mobilfunkfirma America Movil führt derzeit gemeinsam mit der weltgrößten Telekommunikationsgruppe AT&T exklusive Gespräche über eine Mehrheitsbeteiligung an der Olimpia-Holding - also der Telecom Italia.

(AFP)