10.09.2003

DEUTSCHLAND

"CD kopiert und Finger verbrannt"

In einer Aussendung kündigt die deutsche Gebühreneinzugszentrale für Urheberrechte [GeZfU] an, ab dem 15.September landesweit "ihren Dienst" zu starten:

"Die GeZfU berät und informiert den Endnutzer sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich zum Schutz vor illegaler Nutzung von Urheberrechten. Die zurzeit 264 Beauftragten, besuchen Firmen und private Haushalte, um über die neuesten gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen des Urheberrechts zu informieren", wird der Dienst im folgenden erklärt.

Kein Kavaliersdelikt

Für den Verbraucher sei "die momentane Rechtssituation sehr schwer durchschaubar", meint die GeZfU. Dagegen sei die Hemmschwelle, nicht erlaubte Kopien zu erstellen, "sehr gering".

Des Weiteren weist die GeZfU darauf hin, dass Verletzungen der Urheberrechte kein Kavaliersdelikt sondern ein Straftatbestand sei und mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden könne.

Auf der Site der GeZfu haben die Besucher daher "die Möglichkeit, auch anonym illegale Softwarenutzer zu melden, um somit in Zukunft eine faire Partnerschaft zwischen Hersteller und Anwender zu gewährleisten".