Microsoft hofft auf Durchgreifen Chinas

schwarzkopien
10.04.2007

Gewinn soll um 20 Prozent steigen

Microsoft verspricht sich von Chinas verstärktem Kampf gegen Software-Schwarzkopien einen kräftigen Umsatzschub an dem boomenden Markt. Die Erlöse in China dürften in diesem Jahr um mehr als 20 Prozent zulegen, sagte der für die Region verantwortliche Microsoft-Manager Timothy Chen am Dienstag auf einer Konferenz in Taipeh. Er führte das vor allem auf Fortschritte im Kampf gegen Software-Piraterie zurück.

Lenovo legal

Seien im vergangenen Jahr noch 90 Prozent aller in China verkauften Lenovo-PCs mit illegalen Kopien des Windows-Betriebssystems ausgestattet gewesen, liege diese Rate nun nur noch bei 30 Prozent.

China ist mit einem Absatz von mehr als 20 Millionen PCs der weltweit zweitgrößte Computermarkt nach den USA. Doch die Produktpiraterie hat den Markt für PC- und Software-Hersteller zu einem sehr schwierigen gemacht. Trotz Fortschritten im vergangenen Jahr drängen die USA die Regierung in Peking daher zu weiteren Anstrengungen. Sie haben China daher in dieser Woche auch vor die Welthandelsorganisation gezogen.

Umsatzhoffnung Vista

Microsoft-Manager Chen führte das erwartete Umsatzwachstum in diesem Jahr auch auf neue Produkte zurück wie das unlängst eingeführte Betriebssystem Windows Vista.

(Reuters)