Stroh und Holz heizen Brennstoffzelle
Mit Hilfe eines speziellen Bakteriums sollen mikrobische Brennstoffzellen eine Energieeffizienz von 80 Prozent erreichen können.
Rhodoferax ferrireducens kann aus Zucker elektrischen Strom erzeugen. Das Bakterium oxidiert die Kohlehydrate zu CO2 und überträgt dabei Elektronen direkt auf die Anode der Batterie.
Nach Angaben der Wissenschaftler Swades Chaudhuri und Derek Lovley von der Universität von Massachusetts in Amherst soll derart eine effiziente, stabile und langlebige [25 Tage ohne Auffüllen] Stromquelle entstehen.
Zudem soll die Effizienz der Energiegewinnung bei über 80 Prozent liegen. Bis jetzt seien maximal 50 Prozent bei von Mikroben befeuerten Brennstoffzellen möglich.
In anderen Mikroben-Brennstoffzellen sorgen E.-coli-Bakterien für die Energieproduktion. Die Bakterien verarbeiten ebenfalls Kohlehydrate und setzen dabei Wasserstoff-Atome frei. Dem Wasserstoff werden in chemischen Reaktionen Elektroden entzogen, die an den Batteriepol geliefert werden und derart Strom produzieren.
Essensreste treiben Haushaltsgeräte anHolz, Stroh, zuckerhältiger Müll
Die nun eingesetzten Bakterien umgehen durch den direkten Entzug der Elektronen aus dem Zucker die intensive Umwandlung des Wasserstoffs, die den Einsatz bisheriger mikrobischer Brennstoffzellen limitiert.
Zudem sollen bisherige Versuche den Zucker nicht vollständig oxidieren können und keine ausreichende Stabilität aufweisen.
Neben Traubenzucker, Fruchtzucker, herkömmlichem Raffinadezucker steht auch Xylose, eine Zuckerart, die in Holz und Stroh vorkommt, auf dem Speiseplan der Bakterien.
Durch den breiten "Speisezettel" hoffen die Forscher die Brennstoffzelle auch mit zuckerhaltigem Müll betreiben zu können.
