Wozniak erlaubt Apple-I-Nachbauten
Apple-Enthusiasten können ab nächstem Monat Nachbauten des legendären ersten Apfel-Rechners, des Apple I, erwerben.
Der Computer-Bastler Vince Briel stellt die antik anmutenden Geräte in limitierter Stückzahl her und will sie für jeweils 200 USD verkaufen.
Die Erlaubnis zur Lizenzierung des Herzstücks des Mac, des ROM [Read Only Memory], hat sich Briel, nach einigen missglückten Anfragen bei Apple, einfach direkt von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak geholt.
Verwendung des ROM-Codes gestattet
"Ich bin zwar sicher, Apple würde diese Einwilligung verweigern,
aber von mir aus können Sie das ROM gerne verwenden", so Wozniak in
einer E-Mail. Zudem habe er das Apple-I-Schema und den ROM-Code
schon 1975 dem "Homebrew Computer Club" kostenlos zur Verfügung
gestellt.
Apple-Geschichte zum Apple I
Original-Werbeanzeige für Apple IOhne Tastatur, Monitor und Netzteil
Wie das Original kommt auch der Nachbau nur als Platine und ohne Tastatur, Monitor und Netzteil. Weil alte ASCII-Keyboards nicht mehr einfach zu finden sind, hat Briel die PS/2-Unterstützung integriert.
Nach über einem Jahr Entwicklungszeit kommen im Nachbau laut Briel zwar neue Komponenten zum Einsatz, die Funktionen sind jedoch mit denen des Originals ident.
Die meiste Zeit verbrachte Briel damit, die vielen Funktionen neuerer Chips abzustellen. So brauchte er etwa Wochen, um die Rücktasten-Funktion zu deaktiveren, da das beim Original nicht möglich war.
Das beim Original nachrüstbare Interface für den Anschluss eines Kassettenrecorders gibt es beim Nachbau jedoch nicht.
Der Apple-I-Nachbau
