Sony Music startet Download-Plattform
Sony will sein Internet-Musik-Service im Frühjahr 2004 in den USA und in Europa starten.
Über das Service sollen legal über 200.000 Songs von 8.500 Künstlern von den großen Plattenlabels heruntergeladen werden, die für PCs und Handys "kompatibel" sein sollen.
Sony gibt keine weiteren Details über den geplanten Dienst preis, die Kosten je Song dürften sich jedoch wie bei den Modellen von Apple und Microsoft auf circa 99 Cent belaufen.
Nach dem erfolgreichen Start von Apples "iTunes Music Store" wollen auch alle großen Internet-Player eigene kostenpflichtige Download-Services starten. Microsoft, Yahoo, Amazon, AOL und MTVs Online-Division [Viacom] arbeiten derzeit alle fieberhaft an eigenen Musik-Download-Plattformen.
Internet-Konzerne wollen Musik verkaufenGegen Piraten
Sony-Vorstandschef Howard Stringer will mit dem neuen Dienst dazu beitragen, "die Musik-Piraterie" zu bekämpfen.
Illegale Musik-Downloads hätten der Musikindustrie in den vergangenen zwei Jahren über sieben Mrd. USD gekostet, so Stringer. Hollywood-Filmstudios hätten durch den Schwarzmarkt einen Verlust von drei bis vier Mrd. Dollar erlitten. Jeden Tag werden online circa 500 Filme illegal gehandelt.
Erst im Mai dieses Jahres hatte Sony seinen gemeinsam mit Vivendi Universal gehaltenen Online-Musik-Dienst Pressplay für circa 40. Mio. USD an den Softwareproduzenten Roxio verkauft. Die Pressplay-Software ihrerseits dient Roxio als Basis für den Neustart von Napster, der gegen Ende des Jahres 2003 in den USA starten soll.
