06.09.2003

LINZ

Ars Electronica 2003 beginnt

In einem kriegerischen Ego-Shooter-Computerspiel mit jedem Schuss eine Friedens-E-Mail abschicken oder in Echtzeit die Videobilder eines Kinofilms verändern:

Die Ausstellung "Cyberarts" im O.K. Centrum für Gegenwartskunst zeigt die Siegerprojekte des Wettbewerbs "Prix Ars Electronica", deren Präsentation am Samstag den Eröffnungsreigen der diesjährigen Ars Electronica [6. bis 11 September] startete.

Das Linzer Computerkunstfestival beschäftigt sich in Symposien, Ausstellungen und Performances mit dem Thema "Code - The Language Of Our Time".

Reales, virtuelles Verfolgungsspiel

In der Kategorie "Interaktive Kuns"t geht der Preis an die real-virtuelle Verfolgungsjagd "Can You See Me Now" der britischen Gruppe Blast Theory.

Online-Spieler bewegen sich in einer virtuellen Stadt, mit GPS-Systemen ausgerüstete reale Verfolger versuchen, sie im Niemandsland zwischen Realität und Cyberspace zu fangen, indem sie sich in der jeweiligen Stadt bis auf fünf Meter der Position des Cyber-Kontrahenten nähern.

Computertastatur auf Kletterwand

Bei "Pockets Full of Memories" [George Legrady, USA] werden die Besucher angehalten, ein persönliches Objekt ihres Tascheninhaltes einzuscannen und mit Erläuterungen zu versehen.

Eine Uhr, die gleichzeitig ihre eigene Geschichte bildlich aufzeichnet, bietet das Projekt "Last" von Ross Cooper und Jussi Ängeslevä [UK/Finnland].

In einem spektakulären Projekt "Teleklettergarten" hat die Schweizer Gruppe "FOK" die Fassade der Kunstuniversität Linz in eine überdimensionale Computertastatur verwandelt, die als Kletterwand dient.