Kein "WLAN-Verbot" in Österreich
Es gebe weder einen neuen Erlass noch eine neue Handhabung, noch sei irgendein Verbot von in der EU zugelassenem Wireless-LAN-Equipment geplant, sagte Christine Lackner, Sprecherin des Ministeriums für Verkehr und Telekommunikation am Freitagnachmittag zur fuZo.
Zahlreiche Online-Medien hatten von einem bevorstehenden Verbot der meisten WLAN-Anlagen berichtet. Diese [Falsch-]Informationen gehen auf einen Rundruf eines Ministerialbeamten bei Importeuren und Vertreibern von Funknetzen von Freitagvormittag zurück.
Nach Berichten betroffener Funk-Provider hatte der Beamte in barschem Ton die Herausgabe von Kundendateien gefordert und auch mit Abschalt-Drohungen nicht gespart.
ComputerweltKlasse eins oder nicht Klasse eins
Des Rätsels Lösung ist, dass so genanntes WLAN-Equipment nicht zu den "Klasse-eins-Geräten" gehört wie zum Beispiel Handys. Im Unterschied zur "Klasse eins", für die ein EU-Zertifikat genügt, müssen "Nicht-Klasse-eins"-Geräte wie WLAN-Accesspoints "notifiziert", das heißt bei der obersten Fernmeldebehörde formlos angemeldet werden.
Das entspreche der Gesetzeslage, so Lackner weiter, und werde seit Jahren so gehandhabt, die Regelung selbt gehe auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 1999 zurück.
Die "Notifizierungsliste"
Was die veraltete "Notifizierungsliste" für WLAN-Ausrüstung auf
der Website des Ministeriums betreffe, so nehme man die Kritik daran
ernst. Entsprechende Schritte, die "Homepage auf den neuesten Stand
zu bringen, sind bereits eingeleitet", so Lackner abschließend.
Die veraltete Liste - Teil eins
Teil zwei
