Bedeutender Piraten-Server ausgehoben
In einem Frankfurter Rechenzentrum sind deutsche Behörden auf drei Rechner mit insgesamt über elf Terabyte an raubkopiertem Material gestoßen.
Über den Server "UnR" [Unreality] wurden vor allem aktuelle Kinofilme, Computerspiele und Programme im Internet verbreitet.
Damit sei ein "bedeutender Schlag gegen die organisierte Internet-Kriminalität im Bereich Urheberrechtsverletzungen in Deutschland gelungen", erklärte Jochen Tielke, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen [GVU].
GVUEin Kreis von etwa 400 Nutzern aus dem In- und Ausland soll sich den Angaben der Polizei zufolge die Raubkopien über den Piraten-Server beschafft und vermutlich weiterverkauft haben.
Die Wohnungen und Arbeitsstätten der in diesem Zusammenhang Verdächtigten wurden durchsucht und PCs und Tausende Datenträger beschlagnahmt.
Nach dem Betreiber der Server wird derzeit per internationalen Haftbefehl gefahndet.
