Musikindustrie sieht weitere Verluste
Die deutsche Musikindustrie sieht derzeit noch kein Ende der Abwärtsentwicklung. "Wir haben die Talsohle noch nicht erreicht", sagte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, am Mittwoch auf der Funkausstellung IFA in Berlin.
Die Branche werde in diesem Jahr einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erzielen, ein Niveau wie 1990. "Wir haben 13 Jahre verloren", sagte Gebhardt. Ein Grund sei das illegale Kopieren von Musiktiteln. In Ladenpreise hochgerechnet müsste der Umsatz der Branche eigentlich bei rund fünf Milliarden Euro liegen, erläuterte Gebhard.
Als Wachstumsmarkt sieht Gebhardt in einigen Jahren kostenpflichtige Musikangebote im Internet, auch wenn sie der CD nicht den Rang ablaufen würden.
Das Herunterladen von Musik könne aber zwischen 20 und 30 Prozent des Umsatzes bringen. Erfreulich nannte der Musikmanager die Entwicklung der DVD. In diesem Jahr würden etwa sechs Millionen DVDs mit Musiktiteln verkauft werden.
CD-Verkäufe sollen weiter sinken
