MCI rüstet sich für weiteres Ungemach
Der Telekommunikationskonzern MCI [vormals WorldCom] will Politik- und Rechtsexperten in seine Vorstandsetage holen.
Der Schritt wird als Antwort auf die fortdauernden Auseinandersetzungen gesehen, denen sich der insolvente Carrier gegenübersieht.
Erst in der Vorwoche hatte der US-Bundesstaat Oklahoma das Unternehmen wegen Verstößen gegen das Wertpapiergesetz geklagt. Auch West Virginia, Alabama und Arkansas wollen gegen den Konzern vorgehen.
Neu ernannt wurden David Matlin, W. Grant Gregory, Judith Haberkorn, Laurence Harris und Eric Holder. Holder war unter US-Präsident Bill Clinton zum stellvertretenden Generalstaatsanwalt ernannt worden. Gregory gilt als erfahrener Steuerexperte und Harris war bereits als Rechts- und Politikexperte für MCI tätig. Haberkorn war Managerin bei Verizon und Matlin ist CEO bei MatlinPatterson Global Advisers, einem der Hauptinvestoren bei MCI.
MCI drohen weitere KlagenErst die Pleite
Nach Darstellung von MCI sollen die neuen Mitglieder des Boards ihre Arbeit erst dann aufnehmen, wenn das Unternehmen aus dem Insolvenzverfahren herausgekommen ist.
Am kommenden Montag beginnt vor einem US-Konkursgericht in New York ein Hearing, an dessen Ende eine entsprechende Entscheidung stehen soll. Die neuen Board-Mitglieder sind allesamt Persönlichkeiten mit politischer bzw. juristischer Erfahrung.
