Overture klagt Vertrag bei T-Online ein
Der US-Internet-Dienstleister Overture hat sich eigenen Angaben zufolge bei T-Online wieder erfolgreich als bevorzugte Suchmaschine für Internet-Recherchen eingeklagt.
Overture teilte mit, T-Online habe mit dem jüngsten Wechsel seines Suchmaschinen-Anbieters gegen vertragliche Vereinbarungen mit Overture verstoßen. Das habe ein Gericht in Frankfurt bestätigt.
Daher müsse T-Online statt der Internet-Suchmaschine des Konkurrenten Google wieder auf Overture zurückgreifen.
Ein T-Online-Sprecher wollte keine Stellungnahme abgeben, da dem Unternehmen die Gerichtsentscheidung noch nicht vorliege.
T-Online hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass für seine Sites künftig Google Suchergebnisse liefern würde. Bis dahin hatte T-Online für die zum Teil werbefinanzierten Recherche-Ergebnisse die Suchmaschine von Overture genutzt.
T-Online lässt nun von Google werben"Wasserdichte Verträge"
Den Anbieterwechsel hatte T-Online mit der Übernahme von Overture durch den Internet-Anbieter Yahoo begründet.
T-Online sieht Yahoo als direkten Konkurrenten an. Overture hatte nach der Kündigung der Verträge das Gericht angerufen.
Der Europa-Präsident von Overture, Nick Hynes, erklärte in einer Mitteilung: "Wir sind sehr unglücklich über die Entscheidung von T-Online, da damit bestehende Verträge gebrochen wurden."
Die Verträge seien "wasserdicht". Overture hätte statt der gerichtlichen Klärung eine einvernehmliche Lösung bevorzugt, fügte Hynes hinzu.
