Wireless im Wohnzimmer
Bei der Internationalen Funkausstellung [IFA] in Berlin sind neben flachen Fernsehern auch viele drahtlose Lösungen für Heimkino und -musik zu sehen.
Neben Sharp setzt auch Toshiba bei der Übertragung von Audio- und Videodaten auf den TV-Schirm auf drahtlose Verbindung.
Für Geräte mit Bilddiagonalen von 36 und 51 Zentimetern werden Bild und Ton von einer zentralen Stelle an mehrere Bildschirme im Haus ohne Kabel übertragen. Die Technik soll voraussichtlich Ende dieses Jahres auf den deutschen Markt kommen.
LG Electronics stellte eine Heimkinoanlage mit 330 Watt sowie DTS 5.1 und Dolby Digital vor. Die Töne werden dabei ebenfalls kabellos zu den schlanken Lautsprechern übertragen, Sichtkontakt zwischen den Geräten ist keiner erforderlich.
Der PC als Schaltzentrale
Großer Schwerpunkt bei der IFA ist das Thema "das vernetzte
Zuhause". Dabei will die Branche mit einfach zu bedienenden Geräten
das Massenpublikum überzeugen.
"Das total vernetzte Heim" auf der IFADigitales Plattenarchiv für das Küchenradio
Der Schweizer Anbieter Revox stellt auf der IFA eine Audiolösung vor, die dem Küchenradio, dem CD-Spieler im Bad und dem Radiowecker bald Konkurrenz machen soll.
Über einen zentralen Speicher sollen sich Musiktitel künftig in der Stereoanlage ablegen und aus allen Räumen abrufen lassen. Lautsprecher und Steuergerät in Schlafzimmer oder Küche sind durch Kabel mit der Stereoanlage verbunden.
Das digitale Plattenarchiv ist so aufgebaut, dass aus den Küchenlautsprechern Radiomusik klingen kann, während gleichzeitig im Badezimmer ein Titel aus dem Audiospeicher abgerufen wird.
Digitale Unterhaltungselektronik auf dem Vormarsch
Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung erwartet eine
rasche Ablöse analoger Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik
durch Digitalprodukte. Bei TV-Geräten werde der Wendepunkt von
analog zu digital 2005 erreicht und im Jahr 2010 der Ablöseprozess
beendet sein, so Gee Sung Choi von Samsung.
"Renaissance für Unterhaltungselektronik"Digicam-Armbanduhr
Ein Fernglas mit eingebauter Digitalkamera präsentiert MPX dem Publikum der Funkausstellung in Berlin. Ein 16-MB-Speicher soll bis zu 160 Fotos aufnehmen können.
Für Unterwasser-Bilder hat ein Anbieter aus Hongkong eine wasserdichte Armbanduhr mit eingebauter Minikamera im Programm. Mit der Uhr können 36 Bilder gemacht werden, die auf dem Ziffernblatt zu sehen sind.
Für die Hersteller bedeutet die IFA das Ende der Branchenflaute. "Handel und Industrie sind in einer Aufbruchstimmung", so Philips-Geschäftsführer Hans-Joachim Kamp. "Es zeichnet sich eine große Einkaufsbereitschaft ab." Dieses Jahr sollen nach Angaben der Messeveranstalter bereits in den ersten drei Tagen mehr als 150.000 Besucher die IFA besucht haben.
