Siemens-Problemsparte mit neuem Chef
Der Brite Ian Moyes wird neuer Chef der defizitären Handysparte von Siemens.
Der Siemens-Bereich ICM, zu dem das Geschäft mit Mobiltelefonen gehört, teilte am Freitag mit, der bisherige Vertriebschef Moyes werde die Leitung der Sparte zum 1. September übernehmen.
Im Mai war der Leiter der Handysparte, Peter Zapf, von dem Posten zurückgetreten. Seitdem wurde das Gebiet kommissarisch von ICM-Chef und Siemens-Konzernvorstand Rudi Lamprecht betreut.
Siemens als viertgrößter Handyhersteller der Welt hat in diesem Geschäft im abgelaufenen dritten Quartal einen Verlust von 42 Millionen Euro gemacht.
Q2 2003: Siemens-Marktanteil stagniertEhrgeizige Pläne
Mit dem neuen Chef erwartet Siemens für das laufende Geschäftsjahr Steigerungen von 15 bis 20 Prozent beim Handyabsatz und will damit das Marktwachstum deutlich übertreffen.
"Unsere Wachstumsrate für dieses Geschäft wird bei den Stückzahlen irgendwo zwischen 15 und 20 Prozent liegen", sagte Lamprecht. Damit werde Siemens stärker wachsen als der Gesamtmarkt, für den in der Branche Zuwächse von etwa zehn Prozent prognostiziert werden.
