AMD demonstriert 1.100-Megahertz-Athlon
Nach einer aktuellen Umfrage von ZDnet unter Prozessor-Entwicklern und IT-Experten sollen Consumer-PC-Chips 2011 die 10-GHz-Marke erreichen.
Was allerdings mit der Rechenleistung angefangen werden soll, außer große Mengen bewegter Bilder auf den heimischen Rechner zu schaufeln, weiß man auch nicht.
Der Chiphersteller AMD hat mit einem serienmäßigen Mikroprozessor aus seinem Werk in Dresden jetzt erstmals die Geschwindigkeitsmarke von einem Gigahertz überschritten und damit das MHz-Rennen mit Intel wieder ordentlich angeheizt - Intel will in naher Zukunft zuerst einen 1-GHz-Prozessor vorstellen.
Sowohl AMD als auch Hauptkonkurrent Intel sind derzeit mit 800 Megahertz schnellen Prozessoren auf dem Markt, wobei Intel derzeit nicht nur beim Topmodell enorme Lieferprobleme hat. Dennoch arbeitet Intel an einem 1-GHz-Prozessor, der im Herbst auf den Markt kommen soll. AMD erwartet, dass mit Produkten aus dem Werk in Dresden am Ende des 2. Quartals 2000 erste Umsätze erzielt werden können.
AMDDer Prozessor aus der Athlon-Reihe erreicht 1,1 Gigahertz und wurde gestern Abend auf einer Fachkonferenz in San Francisco vorgestellt. Der neue Chip soll schon im kommenden Quartal auf den Markt gebracht werden.
Der 1,1-GHz-Athlon mit integrierter Level-2-Cache wurde in 0,18-Micron-Kupfer-Technologie gefertigt.
AMDs Produktmarketingchef Steve Lapinski wies bei der Demonstration allerdings darauf hin, dass die Kupfertechnik kaum eine spürbare Performance-Verbeserung bringen würde. Dieses soll aber durch die Level-2-Cache erreicht werden.
Der weltweit führende Chip-Hersteller Intel und AMD liefern sich seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den schnellsten Mikroprozessor. AMD war es zunächst gelungen, Intel im unteren Segment Anteile abzujagen, bevor Intel mit seiner Celeron- Produktlinie konterte. Mit dem Athlon hat AMD auch das obere Marktsegment angegriffen, in dem Intel mit seinem Pentium III vertreten ist. Intel hält weltweit schätzungsweise 80 Prozent des Mikroprozessor-Marktes, AMD kommt auf rund 15 Prozent.
