Motorola Österreich mit explodierendem Umsatz
Der Handyboom hat den Umsatz von Motorola Österreich 1999 in die Höhe schnellen lassen. Die Österreich-Division des US-Konzerns steigerte ihren Umsatz von 932 Millionen ATS um 58,4 Prozent auf 1,476 Mrd. ATS, sagte Motorola-Österreich-Geschäftsführer Peter Levak.
Gewinnzahlen gab Levak aber nicht bekannt. Heuer will Motorola mit WAP und der paketorientierten Datenübertragung [General Packed Radio System - GPRS] punkten.
Der Geschäftsbereich Mobiltelefone, der um 162 Prozent wuchs, stellte dabei fast die Hälfte des Umsatzes, der Rest entfiel unter anderem auf Betriebsfunk [plus 38 Prozent] und Netzinfrastruktur [plus 18 Prozent]. Motorola verkaufte in Österreich im Vorjahr 240.000 Handys, 1998 waren es noch 80.000 Stück. Heuer will Motorola Österreich rund 600.000 Stück absetzen. Derzeit telefonieren 4,2 Mio. Österreicher mobil, Ende 2000 sollen es - Motorola-Schätzungen zufolge - 5,6 Mio. sein. "In Österreich werden heuer drei Millionen neue Geräte verkauft werden", schätzt Levak.
Motorola ÖsterreichMotorola hält in Österreich laut GfK-Studie [Stand November] knapp zehn Prozent Marktanteil und befindet sich nach Nokia [30 Prozent], Siemens [13 Prozent] und Ericsson [rund zehn Prozent] damit auf Platz vier. Bis Ende 2000 soll der Marktanteil auf 20 Prozent verdoppelt werden.
Der Schwerpunkt im Mobilfunkbereich liege heuer auf internetfähigen WAP [Wireless Application Protocol]-Handys.
Das Marktpotenzial für Österreich sieht Motorola für 2000 bei 1,5 Mio. WAP-Geräten. "Bis 2005 werden 50 Prozent der österreichischen Internetuser über Mobilfunk in das World Wide Web einsteigen", prognostizierte Levak.
