Flatfee-Internet-Zugang für Deutschland
Die Deutsche Telekom AG arbeitet nach eigenen Angaben an einer technischen Lösung, um einen dauerhaften Internet-Zugang ["Flatrate"] anbieten zu können.
Vorstandsmitglied Detlev Buchal sagte auf einem Multimedia-Symposium in Berlin, die Telekom wolle den ISDN-Anschluss um einen Datenkanal mit niedriger Übertragungskapazität ergänzen, der eine Stand-by-Funktion zum Internet ermögliche.
Dadurch könne eine Überlastung vermieden werden, wie sie ansonsten bei einer dauerhaft gehaltenen Online-Verbindung auftrete. Der Blick nach Österreich [Stichwort: AON Complete] muss ihn in seiner Planung unterstützt haben. Offensichtlich soll beim Modell der Deutschen Telekom der so genannte D-Kanal, ein Steuerungskanal bei ISDN, mitbenutzt werden. Die Übertragungsrate dieses D-Kanals beträgt 16 Kilobit/Sekunde.
Deutsche TelekomSobald der Internet-Nutzer übertragungsintensive Inhalte nutzen wolle, wechsle die Verbindung ins Internet, erklärte Buchal weiter.
Zuvor könnten nur Internet-Anwendungen mit geringer Leitungskapazität über den Datenkanal genutzt werden. Wann die Telekom die Flatrate einführe, sagte Buchal nicht. Auch zu den Kosten für die Nutzer äußerte er sich zunächst nicht.
Die eigenwillige technische Lösung soll Buchal zufolge im Zusammenhang mit ISDN-Telefonanschlüssen angeboten werden und auch neuartige Endgeräte wie zum Beispiel Screenphones unterstützen.
Da die Nutzer bei einer Flatrate lediglich eine monatliche Grundgebühr ohne Telefonkosten bezahlen müssen, können sie 24 Stunden am Tag im Netz bleiben.
