27.08.2003

PROGNOSE

Smartcards auf dem Vormarsch

Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes Frost & Sullivan lässt Smartcard-Hersteller die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2003 optimistisch erwarten.

Vor allem UMTS-Dienste und SIM-Karten sollen den Smartcard-Herstellern den gewünschten Umsatz bringen. Im laufenden Jahr sollen die Preise zwar weiter sinken, jedoch im geringeren Ausmaß als im Jahr davor.

Der Einsatz von Smartcards soll besonders im Bankwesen und für Identifikations- und Sicherheitsanwendungen boomen. Dabei sollen laut dem Marktforschungsinstitut die 32-k- bis 64-k-SIM-Karten und Java-Karten, die vor allem bei Zahlungen im Bereich des M-Commerce [Mobile Commerce] Anwendung finden werden, guten Absatz finden. Darüber hinaus soll die Telekommunikationsbranche die Nachfrage nach 32-k-, 64-k- und 128-k-Karten steigern.

Biometrie-Speicherung

SIM-Karten sollen vor allem beim M-Commerce eine große Rolle spielen. Gleichzeitig soll die Umstellung der Kreditkartenunternehmen von Magnetstreifenkarten auf Smartcards und der Wechsel auf den EMV-[Europay/MasterCard/Visa]Standard den Einsatz ankurbeln.

Ein weiterer Markt wird durch die Nutzung der Smartcards für Identifikations- und Sicherheitsanwendungen entstehen.

Besonderes Interesse kommt den Smartcards als Speichermedium für biometrische Daten zu. Am effizientesten erweisen sich hier laut Frost & Sullivan die berührungslosen Smartcards.

Spitzenverdiener im Jahr 2002 waren die bisherigen Marktführer Gemplus, Schlumberger und Oberthur Card Systems. Nach Regionen aufgeschlüsselt bildete 2002 Europa gefolgt von Afrika und dem Nahen Osten mit einem Marktanteil von 43 Prozent einen wichtigen Markt.