25.08.2003

QOS

AOL will wieder Boden gutmachen

Mit einer breit angelegten Qualitätsoffensive will der Online-Dienst AOL verloren gegangenes Terrain auf dem deutschen Online-Markt zurückerobern.

"Wir haben in den vergangenen Monaten unsere Hausaufgaben erledigt und können nun unseren Kunden ein noch viel besseres AOL-Erlebnis bieten", sagte Stan Laurent, Chef von AOL Deutschland, am Montag.

AOL war im vergangenen Jahr noch hinter den Online-Dienst Freenet auf die dritte Position auf dem deutschen Online-Markt zurückgefallen. Damit rückte das Ziel, den Marktführer T-Online einzuholen, in weite Ferne.

AOL bringt nun eine neue Zugangssoftware 8.0 auf den Markt, die unter anderem den "Zugriff auf des Internet beschleunigen" soll.

"Kindersicherheit und E-Mail-Kontrolle"

Ausgebaut wurde auch die Kindersicherheit sowie die Kontrolle der E-Mail. Viele Internet-Nutzer seien wegen "unerwünschter Werbemails, die manchmal auch pornografische Inhalte hätten, oder Computer-Viren sehr besorgt". "AOL geht gegen diese Gefahren nicht nur technisch vor, sondern bekämpft sie auch auf juristischem Wege. Außerdem müssen wir ständig unsere Kunden informieren und weiterbilden, damit sie sich selbst schützen können."

Mit der Einführung von AOL 8.0.öffnet der Online-Dienst gleichzeitig auch sein bisher hermetisch abgeschlossenes System für den Einsatz von populären E-Mail-Programmen wie Microsoft Outlook Express und Eudora, die mit dem so genannten IMAP-Standard arbeiten.

Öffnung der Systeme

In der Vergangenheit hatte AOL diese Öffnung immer mit dem Argument abgelehnt, dieser Schritt verkompliziere den Umgang mit dem Dienst. "Die AOL-User von heute sind technisch fit. Die Öffnung unserer Systeme war eine Kundenanforderung", sagte Laurent.

2,6 Millionen Nutzerkonten

AOL Deutschland hat nach Angaben von Laurent über 2,6 Millionen aktive Nutzerkonten und verfügt über eine Reichweite von mehr als sechs Millionen Kunden. Laut Marktforschungsinstitut MMXI nimmt AOL mit rund 300 Minuten pro Monat einen Spitzenplatz in Sachen Nutzungsdauer ein.

AOL Deutschland beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.200 Mitarbeiter. T-Online führt mit knapp 12,7 Millionen Kunden die Branche an. Freenet hat nach eigenen Angaben fast 3,8 Millionen Kunden.