Überwachungsgesellschaft unter der Lupe

uk
22.03.2007

Ausschuss im britischen Unterhaus eingerichtet

Ein Untersuchungsausschuss im britischen Unterhaus soll den zunehmenden Einsatz von Überwachungsmethoden in Großbritannien hinterfragen, berichtet die BBC.

Warnung vor Überwachungsgesellschaft

Der britische Datenschutzbeauftragte Richard Thomas hatte im vergangenen Jahr wegen der geplanten Einführung einer biometrischen ID-Karte davor gewarnt, dass sich Großbritannien auf dem Weg zur Überwachungsgesellschaft befinde.

Nirgendwo anders in Europa stehen die Einwohner so sehr unter Kontrolle wie im Vereinigten Königreich. Alles in allem sind auf der Insel rund 4,2 Millionen staatliche und private Überwachungskameras installiert.

Der Durchschnitts-Brite wird jeden Tag rund 300 Mal erfasst, meldete die britische Expertengruppe Surveillances Study Network [SSN] im vergangenen November. In der nationalen DNA-Datenbank sind bereits die genetischen Daten von 3,5 Millionen Menschen gespeichert. Zugleich verfügen die Behörden laut SSN über die Fingerabdrücke von rund sechs Millionen Menschen.

Neben der biometrischen ID-Karte wird sich der parlamentarische Ausschuss laut BBC auch mit der Ausweitung der britischen DNA-Datenbank und der steigenden Anzahl von Überwachungskameras im Land beschäftigen.