23.08.2003

TALK TO ME

Longhorn soll seinen User verstehen

Das nächste Windows-Betriebssystem von Microsoft, unter dem Codenamen "Longhorn" bekannt, soll nach derzeitigem Stand mit integrierter Spracherkennung auf den Markt kommen.

Dies erklärte Alejandro Acero, Leiter des Forschungsabteilung für Spracherkennung bei Microsoft, am Rande des Europäischen Forum Alpbach.

Bisher hat Microsoft nur Spracherkennungssoftware für Office in Englisch, Japanisch und Chinesisch auf den Markt gebracht - Chinesisch deshalb, weil dies bisher nach Umfragen die einzige Sprache sei, in der das Diktat am Rechner schneller funktioniere als die Eingabe via Tastatur. Bis Diktiersoftware sich weltweit durchsetzen wird, wird es nach Erwartung des Experten aber noch 5 bis 10 Jahre dauern.

Handys und PDAs mit Spracherkennung

Schneller wird es nach Einschätzung Aceros bei Smartphones und PDAs vor sich gehen. Während heute noch relative wenige dieser Geräte mit Spracherkennung ausgestattet sind, werden es nach Schätzung des Experten in drei bis vier Jahren bereits 80 Prozent sein.

Bereits eingesetzt wird die Spracherkennung in Autos und - vor allem in den USA - bei telefonischen Auskünften. Den Markt für solche "automatischen Hotlines" schätzt Acero bereits auf 2 bis 3 Mrd. USD [1,84 bis 2,75 Mrd. Euro]. Dabei kann der Anrufer einem Computer via Telefon gängige Fragen stellen, dieser erkennt dann anhand von Satzmustern den Wunsch des Anrufers und gibt die gewünschten Antworten.

Was diese System allerdings noch nicht können, ist flexibel auf Fragen zu reagieren. "Bis wir eine richtige Konversation mit dem Computer führen werden können, wird es noch 20 bis 30 Jahre dauern", sagt Acero.