Telekom fordert ADSL-Subvention
Die notwendige Erneuerung und Erweiterung der österreichischen Leitungsnetze für Telekommunikation, Wasser und Energie wird in den nächsten Jahren ganz schön teuer werden.
Nach einer Rechnung des Wiener Beratungsunternehmens Kreutzer Fischer & Partner [im Auftrag der Telekom Austria] umfasst der Erneuerungsbedarf Investitionen von rund 15 Mrd. Euro. Das entspricht rund einem Fünftel des derzeitigen Gesamtwerts des Leitungsnetzes von rund 72 Mrd. Euro.
In der Telekommunikation sieht Kreutzer einen Investitionsbedarf von vier Mrd. Euro - 500 Mio. zur flächendeckenden Versorgung mit ADSL, der Rest zur Erneuerung des Festnetzes und vor allem zum Ausbau der UMTS-Netze.
Die Forderungen im Detail80 bis 88 Prozent Ausbau
Der Festnetz-Vorstand der Telekom Austria [TA], Rudolf Fischer, verlangt vor allem eine öffentliche Unterstützung des ADSL-Bereichs. Bis Jahresende werden rund 700 Vermittlungsstellen für Breitband aufgerüstet sein.
Die TA kann damit 80 Prozent der Bevölkerung mit ADSL versorgen. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen laut Fischer noch einmal 100 bis 150 Wählämter dazukommen und der Versorgungsgrad auf maximal 88 Prozent steigen.
Eine vollständige Versorgung könne sich die TA aber nicht leisten. Für die TA sei ein weiterer Ausbau "wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen und haben keinen Versorgungsauftrag für Breitbandtechnologie", betont Fischer.
Förderungen in GB, FR, SE
In Großbritannien würden Breitbandleitungen und -anwendungen in
einem Zeitraum von vier Jahren mit 1,5 Mrd. Euro gefördert, in
Frankreich mit 1,75 Mrd. Euro und in Schweden mit einer Mrd. Euro.
Wenn man eine flächendeckende Versorgung mit Breitband auch in
Österreich wolle, müsse die Regierung auch ihre Verantwortung für
Infrastruktur wahrnehmen, so der TA-Vorstand. Donnerstagabend hatte
Verkehrsminister Hubert Gorbach [FPÖ] einen
"Generaltelematikplan" für Österreich vorgestellt
