22.08.2003

500 MIO. EURO

Telekom fordert ADSL-Subvention

Die notwendige Erneuerung und Erweiterung der österreichischen Leitungsnetze für Telekommunikation, Wasser und Energie wird in den nächsten Jahren ganz schön teuer werden.

Nach einer Rechnung des Wiener Beratungsunternehmens Kreutzer Fischer & Partner [im Auftrag der Telekom Austria] umfasst der Erneuerungsbedarf Investitionen von rund 15 Mrd. Euro. Das entspricht rund einem Fünftel des derzeitigen Gesamtwerts des Leitungsnetzes von rund 72 Mrd. Euro.

80 bis 88 Prozent Ausbau

Der Festnetz-Vorstand der Telekom Austria [TA], Rudolf Fischer, verlangt vor allem eine öffentliche Unterstützung des ADSL-Bereichs. Bis Jahresende werden rund 700 Vermittlungsstellen für Breitband aufgerüstet sein.

Die TA kann damit 80 Prozent der Bevölkerung mit ADSL versorgen. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen laut Fischer noch einmal 100 bis 150 Wählämter dazukommen und der Versorgungsgrad auf maximal 88 Prozent steigen.

Eine vollständige Versorgung könne sich die TA aber nicht leisten. Für die TA sei ein weiterer Ausbau "wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen und haben keinen Versorgungsauftrag für Breitbandtechnologie", betont Fischer.