Strafe für Deutsche Bank nach HP-Fusion
Die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC hat die Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank wegen Interessenkonflikts bei der Übernahme von Compaq Computer durch Hewlett-Packard [HP] zu einer Geldstrafe von 750.000 USD [670.000 Euro] verurteilt.
Die Deutsche Bank stimmte der Strafe zu, ohne sich schuldig zu bekennen oder die Schuld zurückzuweisen. Das hat die Aufsichtsbehörde am Dienstag in Washington mitgeteilt.
Die Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank, die Deutsche Asset Management Inc., hatte zunächst mit den HP-Aktien in den Portefeuilles ihrer Kunden gegen die 19-Milliarden-Dollar-Transaktion gestimmt.
Nach einer Präsentation von zwei HP-Spitzenmanagern stimmte die Deutsche Asset dann für die Übernahme. Sie war inzwischen darüber informiert worden, dass die Investmentbanksparte der Bank bei der Fusion für HP arbeite und dass das US-Unternehmen bedeutende Beziehungen zur Deutschen Bank habe.
SEC prüft Votum der Deutschen BankInteressenkonflikt
Die SEC monierte, dass die Deutsche Asset ihre Kunden nicht darüber informiert hatte, dass eine andere Sparte der Deutschen Bank Hewlett-Packard bei der Übernahmeschlacht beraten hatte.
Der Ausgang der Transaktion stand auf Messers Schneide, da sich die Familie der Firmengründer unter Führung von Walter Hewlett massiv gegen die Compaq-Übernahme gewehrt hatte.
