Hoffen auf Aufträge nach Stromausfall
Der Elektronikkonzern Siemens hofft nach dem größten Stromausfall in der Geschichte der USA auf Milliardenaufträge für die überfällige Modernisierung des amerikanischen Stromnetzes.
"Wir gehen davon aus, dass wir den betroffenen Energieversorgern diese Woche ein erstes Maßnahmenpaket offerieren können", sagte der zuständige Siemens-Manager Tom Garrity der "Financial Times Deutschland".
56 Mrd. USD in zehn Jahren
Nach Garritys Angaben geht Siemens von rund 56 Mrd. USD
Investitionsvolumen innerhalb der nächsten zehn Jahre aus. Zwar sei
davon die Hälfte für den Bau neuer Leitungen und Masten
veranschlagt, wo der deutsche Konzern nicht tätig sei. Der Rest
betreffe jedoch Technik zur besseren Kontrolle des Stromflusses.
"Hier könnten wir alle Komponenten liefern", erklärte der
Siemens-Mann.
SiemensKonkurrenten ABB und Alstom
Ebenfalls engagieren will sich der schweizerisch-schwedische Konzern ABB. "Wir stehen mit unserem gesamten Portfolio bereit", sagte ein Sprecher der Zeitung. "Wir haben alles dabei, was sie brauchen, um die Leistungsfähigkeit ihres Netzes zu verbessern", fügte er hinzu.
Beide europäischen Konzerne rechnen sich dem Bericht zufolge Vorteile gegenüber dem US-Elektrokonzern General Electric aus, der sich auf den Betrieb und Bau von Generatoren konzentriert habe. In der Sparte Energietechnik seien Siemens und ABB dagegen weltweit die größten Dienstleister. Allerdings habe auch der französische Alstom-Konzern Chancen, bei der Aufrüstung der amerikanischen Verteilernetze zum Zug zu kommen.
