Ein Roboter als Unkrautjäger
Forscher der Universität Bonn haben ein autonomes Sprühgerät für den Kampf gegen Unkraut entwickelt.
Die Pflanzenschutz-Spritze identifiziert während der Fahrt über den Acker die einzelnen Unkräuter und versprüht dann das passende Herbizid.
Herzstück des Gerätes sind drei Digitalkameras, welche die Pflanzen bei der Fahrt fotografieren und die Bilder an einen Computer senden. Mit bis zu zehn Stundenkilometern soll sich die Spritzmaschine über den Acker bewegen und dabei pro Kamera zwei Fotos pro Sekunde produzieren.
Der Rechner extrahiert die Konturen der aufgenommenen Bodenpflanzen und entfernt Störungen; ein zweiter Computer vergleicht die so bearbeiteten Bilder mit Musterpflanzen in einer Datenbank.
Auch in Dänemark wurde ein Roboter gegen Unkraut entwickelt. Die dabei eingesetzte Software verwendet zum Erkennen des Unkrauts biometrische Merkmale.
Biometrie bei der FeldarbeitReduzierter Herbizideinsatz
Er erkennt derart, ob es sich um ein Unkraut handelt, sowie gegebenenfalls auch, um welche Sorte. Danach wird das passende Herbizid ausgewählt.
Mit dem neuen Gerät könne mehr als die Hälfte der derzeit üblichen Menge Pflanzenschutzmittel eingespart werden, so der Bonner Wissenschaftler Roland Gerhards.
Derzeit existiert von dem Gerät ein Prototyp, ein norwegischer Konzern soll aber bereits angeküdnigt haben, das Gerät in Serie produzieren zu wollen.
