Task-Force gegen Filmpiraterie gegründet
Die britische Filmindustrie und das britische Ministerium für Kultur, Medien und Sport wollen gemeinsam gegen Filmpiraten vorgehen.
Die dafür gegründete Anti-Piracy-Task-Force will die Ausmaße der Filmpiraterie untersuchen und Lösungen vorschlagen. Dabei wird sie vom Kulturministerium, Filmproduzenten und -vertreibern, Kinobesitzern sowie Schauspielern unterstützt.
"Illegales Produzieren und Vertreiben bedroht die Zukunft britischer Filmproduktion", so John Woodward, Chief Executive des britischen Filmrats. "Fans, die Raubkopien kaufen, zahlen nicht nur für schlechte Qualität, sondern geben ihr Geld direkt in die Hände von organisierten Kriminellen", so Woodward weiter.
Der Verkauf von illegalen Videos und DVDs ist nach Angaben der "Federation Against Copyright Theft" [FACT] im vergangenen Jahr um 80 Prozent gestiegen. Bereits jedes dritte von zehn verkauften Videos soll laut FACT illegal sein.
FACT50.000 Jobs gefährdet
In den vergangen zwölf Monaten soll die Filmpiraterie die britische Filmindustrie 400 Mio. Pfund [568,4 Mio. Euro] gekostet haben, 50.000 Jobs in der Filmindustrie sollen laut Nigel Green, zukünftiger Vorsitzenden der Gruppe, davon direkt betroffen sein.
Illegale Kopien von Blockbustern wie "Tomb Raider 2", "Terminator 3" und "Pirates of the Caribbean" waren bereits vor der Veröffentlichung im Kino zu kaufen.
So wurden beispielsweise "Tomb Raider 2"-DVDs für fünf Pfund in der Oxford Street in London verkauft. "Die Qualität war schockierend und es gab zumindest in den ersten fünf Minuten keinen Ton", so ein Sprecher des Filmrats.
