Der Regierungswechsel im WWW
Die Regierung ist angelobt, auf der Domain gv.at, dem virtuellen Abbild des offiziellen Österreich, tun sich die ersten Veränderungen kund.
In erster Linie manifestieren sich diese in Abwesenheit, analog zum formlosen Abgang der bisher amtierenden Minister sind zahlreiche Ministerien einfach offline gegangen.
Die neue Bundesregierung ist auf der Frontpage von austria.gv.at mit Gruppenbild und Liste vertreten, Genaueres weiß die Site allerdings noch nicht, als dass sie selbst
"in Arbeit ist".Als erste Ministerin hat auf der offiziellen Site der Regierung Benita Ferrero-Waldner Platz genommen.
Verfügbar sind Reden,Lebenslauf und Presse-ErklärungenBundesministerium für Inneres
Ob "Kundenorientierung ... ein Grundpfeiler der Arbeit des
österreichischen Bundesministeriums für Inneres" bleibt, wie es der
abgetretene Karl Schlögl im
"Geleitwort" formuliert, wird sich weisen.Der Webauftritt des gleichfalls aufgelösten Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr ist bereits historische Reminiszenz.
VerkehrsministeriumAn der Spitze der News im Finanzministerium ist kein Wechsel, sondern Martialisches aus dem Alltag der staatlichen Geldbeschaffung angesagt:
"Die Zollverwaltung sagt den Fälschern den Kampf an!"Sozialministerium wieder im Netz
Das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
[BMAGS], das eine Zeit lang nur nur mit der Aussage "Document
contains no data" vertreten war, hat die bisherige Homepage wieder
ins Netz gestellt.
BMAGS"Socket Error - Connection refused"
Das Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie [BMU]
antwortet nicht mehr.
BMU
Alle [gewesenen] MinisterienProtestpages: [keine] Übersicht
Die Proteste auf der Straße finden ihr Echo auf zahlreichen, überall im Netz verstreuten Seiten.
Da es anscheinend keine Meta-Pages gibt, auf denen die Protestpages zentral gelinkt sind, ist es momentan nur schwer möglich, einen einigermaßen repräsentativen Überblick zu geben.
Demonstrations-Terminkalender im wwwAuf dieser holländischen Site wird zum Boykott Österreichs aufgerufen, ein guter Teil der Einträge im Gästebuch bewertet dieses Unterfangen als
unproduktiv bis sinnlos.Die Schule für Dichtung ist laut Aussendung aus dem realen Österreich ins Internet emigriert, der Vorlesungsbetrieb ist eingestellt.
Virtuelle Emigranten
