Strafverfahren gegen HP-Dunn eingestellt

spionage
14.03.2007

Alle Anklagepunkte fallen gelassen

Nach dem Spionageskandal beim US-Computerhersteller Hewlett-Packard hat ein US-Gericht das Verfahren gegen die ehemalige HP-Vorstandsvorsitzende Patricia Dunn eingestellt. Der Richter am Bezirksgericht im kalifornischen Santa Clara ließ am Mittwoch alle Anklagepunkte gegen Dunn fallen.

Drei Mitangeklagte hätten vor dem Bezirksgericht von Santa Clara keinen Einspruch gegen die Klage wegen Missbrauchs von Telefonübertragungen eingelegt, teilten ihre Anwälte mit. Das Verfahren gegen sie werde ebenfalls eingestellt, wenn sie Entschädigungszahlungen sowie einer Auflage von 96 Stunden gemeinnütziger Arbeit nachkämen.

Bepitzelung von Mitarbeitern

Im Jahr 2005 und 2006 hatten sich Privatdetektive im Auftrag des damals von Dunn geleiteten Konzerns mit Hilfe falscher Identität Zugriff auf Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten verschafft. Dadurch wollten sie aufdecken, auf welche Weise Firmeninterna an die Öffentlichkeit geraten waren.

Der Konzern selbst war mit einer Strafzahlung in Höhe von 14,5 Millionen Dollar davon gekommen. HP hält am Mittwoch in Santa Clara seine Jahreshauptversammlung ab.

(Reuters)